Markteinführung von Proxima™ der nächsten Generation

 Sphere Medical, Innovator im Bereich Intensivpflege-Überwachungs- und Diagnosegeräte, hat sein CE-gekennzeichnetes Proxima™ System der nächsten Generation auf den Markt gebracht. Dieses einzigartige Gerät für die bettseitige Blutgasanalyse (BGA) besitzt ein neues Design und ein erweitertes Parameterspektrum. Die neu in das System aufgenommenen Parameter sind Glukose und berechnete Parameter wie P/F-Ratio und temperaturkorrigierte Blutgaswerte. Die Möglichkeit der häufigen und einfachen Blutgasüberwachung und Blutzuckermessung direkt durch den Patienten erlaubt frühzeitigere Eingriffe und eine engere Überwachung des Patienten, was in sich schnell verändernden kritischen Situationen von entscheidender Bedeutung ist. Sphere Medical präsentiert das neue Proxima von 5. bis 7. Dezember beim „State of the Art Meeting“ der britischen „Intensive Care Society“ in London sowie vom 30. November bis zum 2. Dezember auf dem DIVI 2016 in Hamburg.

Als patientendediziertes System ist Proxima über die arterielle Leitung des Patienten ständig mit dem Patienten verbunden und sofort einsatzbereit. Da die Ergebnisse bereitgestellt werden, ohne dass sich das Pflegepersonal vom Bett des Patienten entfernen muss, wird die Zeit bis zum Ergebnis im Vergleich zu herkömmlichen Tischanalysegeräten deutlich reduziert. Dank seines neuartigen Designs kann das System beim Transport des Patienten durch das Krankenhaus mitgenommen werden. Dies ist möglich, da der Proxima-Sensor eine Reihe bewährter Biosensortechniken auf einem Siliziumchip enthält. Dabei handelt es sich jeweils um eine miniaturisierte Version der elektrochemischen Sensoren, die in einem herkömmlichen Blutgasanalysegerät verwendet werden. 

Neben dem Sensor umfasst das Proxima-System der nächsten Generation einen Tabletmonitor für medizinische Anwendungen mit intuitiver Touchscreen-Benutzeroberfläche. Alle Ergebnisse werden auf dem Monitor ausgegeben und nahtlos direkt in die Labor-Informationssysteme und elektronischen Patientenaufzeichnungen übertragen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung des Point-of-Care-Testing (POCT).

Da es sich um ein geschlossenes System für die Ex-vivo-Analyse handelt, wird die Blutprobe dem Patienten direkt und über den Proxima-Sensor entnommen. Nach der Analyse wird das gesamte Blut zum Patienten zurückgeführt, wodurch kein Blut verloren geht und das Risiko einer iatrogenen Anämie reduziert wird. Darüber hinaus wird das Infektionsrisiko für Personal und Patienten minimiert, da die arterielle Leitung während der gesamten Probenahme geschlossen bleibt. Die Konstruktion von Proxima reduziert außerdem präanalytische Fehler, da eine Blutprobe mit hoher Integrität direkt dem Sensor zur sofortigen Analyse zugeführt wird, ohne dass ein Mischen oder Antikoagulans notwendig ist.

Die Aufnahme von Glukose in das neue Parameterspektrum von Proxima ist bedeutsam, da Glukosemessungen bei der Versorgung von Patienten mit kritischem Gesundheitszustand eine entscheidende Rolle spielen. Hyperglykämie und Hypoglykämie werden bei Patienten auf Intensivstationen mit erhöhter Morbidität und Mortalität in Zusammenhang gebracht. Mit den derzeit erhältlichen Systemen ist es schwierig, Patienten im normoglykämischen Bereich zu halten. Die Möglichkeit der regelmäßigen Überwachung des arteriellen Blutzuckers mit Proxima unterstützt die engere klinische Überwachung und sorgt so für eine verbesserte Blutzuckerkontrolle.

„Durch den Einsatz für die Überwachung von Patienten in Deutschland, Großbritannien und Belgien definiert Proxima bereits heute die Durchführung von arteriellen Blutgasanalysen bei Patienten mit kritischem Gesundheitszustand neu“, so Dr. Wolfgang Rencken, Geschäftsführer von Sphere Medical. „Basierend auf dem Feedback von Kliniken haben wir unser Proxima der nächsten Generation auf den Markt gebracht. Das System ist nun noch besser in der Lage, eine schnelle und häufige Messung von Blutgasen, Elektrolyten und Metaboliten ohne Blutverlust zu unterstützen. Die bedeutsamste Neuerung ist die Aufnahme von Glukose in das Parameterspektrum, da hierdurch eine bessere Blutzuckerkontrolle kritisch kranker Patienten ermöglicht wird.“

Mike Grocott, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universität Southampton kommentiert: „Bei der von uns kürzlich an der Universitätsklinik Southampton durchgeführten Arbeitsablaufstudie wurden die Vorteile der Verwendung von Proxima bei kritisch kranken, instabilen Patienten für den Arbeitsablauf deutlich. Wir freuen uns auf die Markteinführung des neuen Proxima und die Gelegenheit, dieses Gerät bei einer größeren Patientengruppe innerhalb der Intensivstation anzuwenden.“